RESPICE FINEM - play, stop, rewind

 

 

30. LANDESWEITE KUNSTSCHAU 2020 DES KÜNSTLERBUNDES MECKLENBURG UND VORPOMMERN E.V. IM BBK

Ausstellung Schloss Bothmer - Am Park, 23948 Klütz

Laufzeit: 02. Mai – 28. Juni 2020

Eröffnung: 02. Mai 2020

Finissage: 28. Juni 2020 

 

 

Zum Thema

Die 30. Landesweite Kunstschau widmet sich der Devise RESPICE FINEM (Bedenke das Ende), die Hans Caspar von Bothmer (1656-1732), der Bauherr von Schloss Bothmer, mit seinem Wappen und seinen Initialen am Giebel des Mittelrisalits anbringen ließ und schlägt mit dem Zusatz play, stop, rewind eine Brücke in die Gegenwart. Das antike, über das Mittelalter und den Barock bis in die Gegenwart getragene Motto „Was du auch tust, handle klug und bedenke das Ende!“ als Leitmotiv Graf von Bothmers ist gerade heute ein philosophisch bedeutender Grundgedanke von hoher Komplexität und aktueller Brisanz.

Es ist besonders für die Künstler*innen relevant, die durch ihre Bildschöpfungen seit Jahrtausenden bestrebt sind, den Tod als ultimative Schwelle zur (künstlerischen) Ewigkeit zu überwinden. Sie wollen durch ihr Wirken und ihre Werke die Wahrnehmung verändern und bleibende Spuren hinterlassen. Andererseits trifft jeder Mensch für sich tagtäglich Entscheidungen, die im gesellschaftlichen und zwischenmenschlichen Umgang Folgen haben und andere Entscheidungen sowie Handlungen auslösen.

Der technische und digitale Wandel generiert neue philosophische Denkrichtungen wie den Transhumanismus, der die Grenzen menschlicher Möglichkeiten, sei es intellektuell, physisch oder psychisch, durch den Einsatz technologischer Verfahren erweitern will. Das menschliche Leben kann durch Zellerneuerung und Stammzellentherapien, Organverpflanzungen sowie künstliche Intelligenz zeitlich entgrenzt werden.

Den neuen Methoden der Lebenszeitverlängerung steht die Bedrohung der gesamten Menschheit entgegen. Laut einer australischen Studie des „National Centre for Climate Restoration“ ist der Klimawandel eine „kurz- bis mittelfristige existenzielle Bedrohung der menschlichen Zivilisation“.

Wie gestaltet sich in unserer „Beschleunigungsgesellschaft“ in den verschiedenen Medien der künstlerische Umgang mit den Zeitabläufen, der Erinnerung bzw. der Bewahrung von Zeit?

Wie werden angesichts der neuen Technologien der Lebenszeitverlängerung deren Konsequenzen sichtbar gemacht?

Wie werden in der Gegenwartskunst die Bedrohung der Natur, die globale Erderwärmung und ihre Folgen wie Flucht und Wasserknappheit etc. künstlerisch verarbeitet?

Welche Rolle spielt gegenüber einer unaufhaltsamen Vergänglichkeit (Vanitas) der Nachhaltigkeitsgedanke in der Kunst?

Der Anspruch auf nachhaltiges, vernünftiges Handeln für zukünftige Generationen eröffnet somit auch einen (aktuellen) politischen Assoziationsraum für die künstlerische Bearbeitung.

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation (deutsch/englisch).

 

Bewerbungsunterlagen (nur für Mitglieder des Künstlerbundes MV)

  • Fotografien des vorgeschlagenen Werkes/Skizze für projektierte Installationen, A4, Auflösung: 300 dpi
  • Titel, Entstehungsjahr, Technik, Maße/Laufzeit, Gewicht
  • Kurztext, der den thematisch künstlerischen Bezug erläutert
  • Kontaktdaten (Telefon, Adresse, Email, Internetseite)

 

Bitte senden Sie die Bewerbungsunterlagen möglichst in einer PDF-Datei per Mail an: Projektleitung Künstlerbund MV info@kuenstlerbund-mv.org

oder per Post an:

Künstlerbund MV, Postfach PF 110541, 19005 Schwerin

Die Bewerbungsfrist endet am 31. Januar 2020. 

 

Landeweite Kunstschau Kontakt

Projektleitung 30. Landesweite Kunstschau: Petra Schröck

petra2schroeck@aol.com

Telefon: 0179 20 20 000

03303 50 25 68 (abends)

 

Projektleitung Künstlerbund MV: Annekathrin Siems

info@kuenstlerbund-mv.org

Telefon: 0385 565009